Am 16. September 2025 jährt sich der Tag zum 75. Male, an dem es im Jahre 1950 eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben wurde.
Kulturhäuser und Klubhäuser sind wichtige Begegnungsstätten im gesellschaftlichen Leben einer Kommune. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts schossen auf dem Gebiet der ehemaligen DDR diese Gebäude als „Einrichtungen ersten Ranges“ wie Pilze aus dem Boden.
Maßgebend war hier das kulturpolitische Anliegen der sowjetischen Besatzungsmacht, die somit die Heimstätten für Kulturgruppen, Zirkel und sonstige Arbeitsgemeinschaften schuf. Ein Großteil der Bevölkerung konnte somit bei ihren anmeldepflichtigen Freizeitaktivitäten überwacht werden und oppositionelle Regungen wurden größtenteils eingedämmt. In nahezu allen Städten und größeren Ortschaften finanzierte der Staat oder ein ortsansässiger Großbetrieb solche geistig-kulturellen Zentren für die Freizeitgestaltung und Unterhaltung der Bürger und Werktätigen. Sie waren (und sind) Austragungsorte für Veranstaltungen jeder Art, unter anderem für Ausstellungen, Vorträge, Empfänge, Konzerte, Discos, Theateraufführungen, aber auch Proben, Musikunterrichte und schulische Projekte. Die neuen Gebäude symbolisierten den fortschrittlichen Aufschwung der jungen Deutschen Demokratischen Republik und erzeugten verheißungsvolle Zeiten bei den Menschen im gebeutelten Nachkriegsdeutschland.
Das Kulturhaus Ruhla wurde einst als „Klubhaus der Staatlichen Aktiengesellschaft Autovelo – Uhren- und Maschinenfabrik Ruhla“ erbaut und stellte bis 1990 die funktionale, kulturelle und gesellschaftliche Ergänzung zum im Aufbau befindenden Uhrenkombinat dar. Am 16. September 2025 jährt sich der Tag zum 75. Male, an dem es im Jahre 1950 eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben wurde.
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