175 Jahre Freiwillige Feuerwehr Thal

Die Feuerwehr im heutigen Ruhlaer Ortsteil Thal blickt auf eine traditionsreiche Geschichte zurück, die bis ins Jahr 1851 reicht. Dieses besondere Jubiläum wird vom 21. bis 23. August 2026 mit einem großen Festwochenende gebührend gefeiert.

Vorläufer des organisierten Brandschutzes waren einst die sogenannten Pflichtfeuerwehren, die sich bei Bränden um die Wasserversorgung und die Handdruckspritzen kümmerten.

Charakteristisch für den Brandschutz in frühen Zeiten war daher das Selbsthilfeprinzip, wonach jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten (und Stellung in der Gesellschaft!!) an der Brandbekämpfung teilzunehmen hatte, ohne dass dafür zunächst eine bestimmte feste Organisationsform bestand. Da Brände in den wirtschaftlichen Zentren in der Regel solche Ausmaße annahmen, dass sie nach dem Selbsthilfeprinzip alleine nicht mehr zu löschen waren, wurde mehr und mehr dazu übergegangen, die Brandbekämpfung organisierter durchzuführen.

Hier sind die frühesten Wurzeln der Feuerwehr zu suchen. Zwar hatten gegen Ende des 17. Jhdts. fast alle Städte und Dörfer eine Feuerordnung eingeführt, trotzdem konnten Großbrände, denen oft ganze Dörfer und auch Städte zum Opfer fielen, nicht verhindert werden. Die Gebäude bestanden aus brennbaren Baustoffen, die jedem noch so kleinen Feuer reichlich Nahrung boten. Es wurden Feuerstättenbesichtigungen durchgeführt. In einer „Legitimation für die Feuerstättenbesichtigungen im Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach“ 1834135 ist die Besichtigung der vorhandenen Feuerstätten jeweils im Frühjahr (März o. April) und Herbst (Sept./Okt.) verankert. Die Besichtigung erfolgte durch einen vom Großherzog/. Sächs. Justizamt erwählten „Gewerker“ und dem Schultheißen bzw. eine von diesem bestimmte Person.

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