Fördermittelübergabe für die Folklore-Vereinigung „Alt-Ruhla“ am vergangenen Donnerstagabend im Rahmen der Mundarttheaterproben im Kulturhaus Ruhla, überbracht vom Ehrenbeauftragten der Thüringer Staatskanzlei Guntram Wothly.

Folklore-Vereinigung „Alt-Ruhla“ stellt Weichen für digitale Zukunft

Freude bei der Folklore-Vereinigung „Alt-Ruhla“ e.V.: Der Verein hat eine offizielle Förderzusage für digitale Neuanschaffungen erhalten. Mit der finanziellen Unterstützung soll die Vereinsarbeit modernisiert und dieses Kulturgut der Stadt Ruhla fit für das digitale Zeitalter gemacht werden.

Die symbolische Übergabe der Fördermittel fand am vergangenen Donnerstag im Rahmen der Probenarbeit für die beliebten diesjährigen Heimat- und Mundart-Theaterabende im Ruhlaer Kulturhaussaal statt. Der Ehrenamtsbeauftragte der Thüringer Staatskanzlei Guntram Wothly (CDU) überreichte den Fördermittelbescheid in Höhe von 1.800,00 Euro persönlich an den Vereinsvorstand und anwesende Theaterakteure. Die Mittel stammen aus dem Förde­rprogramm für bürgerliches Engagement und dienen damit auch dem Erhalt von Traditionen, geführt unter ehrenamtlicher Hand. Einen großen Dank für die engagierte Vereinstätigkeit für die Heimat, Tradition und des Zusammenhaltes ließ auch Thüringer Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) in Form des „Grünen Herzes“ übermitteln, eines eigens für solche Intentionen hergestellten Mitbringsels, gefertigt in einer sozialen Einrichtung für Menschen mit Behinderungen. Damit wird auch ein direkter Beitrag zur Inklusion und für die wertvolle Arbeit von Menschen mit Unterstützungsbedarf geleistet.​

Brauchtumspflege trifft Moderne

Mit den finanziellen Mitteln plant man seitens des Vereines eine erste digitale Neuausrichtung, unter anderem für die innovativ gesicherte Archivierung von Vereinschroniken, Fotos bzw. einer modern angepassten Vereinsverwaltung, entlastend des Vorstandes, für die Organisation von Terminen, der Mitgliedserfassung oder der finanziellen Kalkulation, möglicherweise in Form einer neuen Software oder einer zukünftig attraktiv gestalteten Website.

„Tradition und Digitalisierung schließen sich nicht aus – im Gegenteil“, betonte der 1. Vorsitzende des Ruhlaer Folklorevereines Jörg Rödiger bei der Übergabe. „Durch die neuen digitalen Möglichkeiten können wir unsere Vereinsgeschichte nicht nur für die Zukunft sichern, sondern auch jüngere Generationen dort ansprechen, wo sie unterwegs sind: im Internet und in den sozialen Medien. Wir sind sehr dankbar für diese Unterstützung. Die geplanten neuen Anschaffungen erleichtern nicht nur unsere Proben- und Organisationsarbeit enorm, sondern ermöglichen uns auch ganz neue Formen der Präsentation bei unseren Auftritten.“

Guntram Wothly lobte das Engagement des Vereins: „Die Folklore-Vereinigung „Alt-Ruhla“ leistet neben vielen weiteren Thüringer Vereinen einen unschätzbaren Beitrag für die Identität und die Bewahrung von Traditionen in unserer Region. Es ist wichtig, dass dieses Engagement durch Modernes gestärkt wird, damit das Ehrenamt leistbar bleibt und Zukunft hat.“

18,5 Millionen Euro für 22.000 Vereine waren für 2026 an finanziellen Fördermitteln eingeplant, wovon über 1.000 Projekte mit etwa 10 Millionen Euro bereits unterstützt wurden. Thüringen hat übrigens in Ostdeutschland die höchste Vereinsdichte zu vermerken.

Der lokale Folkloreverein beweist damit eindrucksvoll, dass Brauchtumspflege alles andere als verstaubt ist. Mit frischen Ideen und einer engagierten Gemeinschaft schlägt der Verein nun die Brücke zwischen gestern und heute.

Proben für Heimat- und Mundarttheaterabende laufen auf Hochtouren

Die Kulissen stehen, die Trachten sind gestriegelt und hinter den Kulissen herrscht reges Treiben: Beim Ruhlaer Folkloreverein laufen die Vorbereitungen für das anstehende Jahres-Highlight momentan auf Hochtouren.
Auch Ehrenamtsbeauftragter Guntram Wothly ließ es sich nehmen, an den aktiv ehrenamtlichen Probentätigkeiten am letzten Donnerstagabend im Kulturhaus Ruhla zeitweilig teilzunehmen und war sichtlich begeistert von dieser besonderen Rühler Tradition.

Seit Wochen proben die Aktiven des Folklorevereins wieder intensiv, um dem Publikum ein unvergessliches Programm voller Tradition, Musik und gelebter Heimatliebe zu präsentieren. Mit viel Herzblut und Blick fürs Detail feilen die Laiendarsteller an Pointen, Mimik und der perfekten Betonung. „Die Mundart ist ein Stück unserer Identität“, betont Jörg Rödiger, 1. Vereinsvorsitzender und Theater-Regisseur. „Es ist uns eine Herzensangelegenheit, unsere Rühler Mundart lebendig zu halten und gleichzeitig auch für Vergnügen beim Publikum zu sorgen.“ Am 6. November 2026 verwandelt sich also der Ruhlaer Kulturhaussaal erneut in eine lebendige Bühne der Heimatkultur und zwar nach eigenem Theaterzitat … auf den Brettern, die die Ruhl bedeuten …

Neben dem Theaterspielen werden die Abende durch traditionelle Volkstänze und musikalische Einlagen abgerundet. Von der Jugendtanzgruppe bis hin zu den aktiven Laiendarstellern stehen mehrere Generationen gemeinsam auf der Bühne. Für das leibliche Wohl der Gäste ist ebenfalls wieder bestens gesorgt: Regionale Spezialitäten wie Kachelwurst und erfrischende Getränke runden die fünf Heimat- und Theaterabende ab.

Seitens des Vereins freut man sich auf zahlreiche Besucher und unvergessliche Abende.

Text/Fotos: aki/rz

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