Am Wochenende vom 4. bis 6. Oktober 2024 war es wieder soweit und die Erbstromtal-Musikanten reisten in die Ruhlaer Nachbargemeinde, um dort zur Kirmes aufzuspielen.

Schon seit dem Jahr 2005 reisen die Erbstromtal-Musikanten jeden Herbst in die Ruhlaer Nachbargemeinde Etterwinden, um dort zur Kirmes aufzuspielen. Am Wochenende vom 4. bis 6. Oktober 2024 war es wieder soweit und die Musiker starteten am Freitagabend gemeinsam mit der jungen Kirmesgesellschaft den kleinen Marschmusikrundgang durch den Ort bis hin zur Kirche, wo auch der dortige Kirmesgottesdienst musikalisch begleitet wurde. Dieses Jahr hatten sich wieder mehrere Kirmespaare gefunden, die das Kirchweihfest veranstalteten. Dazu gehörten neben der Organisation im Vorfeld auch die Bewirtung im Festsaal an allen drei Tagen, von der Kirmesdisco bis hin zum Kirmesbegräbnis. Die wichtigste Aufgabe der jungen Leute ist allerdings das „Hoch-Leben-Lassen“ der Dorfbevölkerung am Samstag von morgens bis zum späten Nachmittag. Hier ging es von Haustür zu Haustür und die zwei Platzmeister Richard Thrän und Yannik Oschmann hatten immer den passenden, originellen Spruch auf den Lippen. Großzügig gaben die somit geehrten Etterwindener Bürger einen Obolus in die Kirmeskasse und bekamen zum Dank ein Schnäpschen und ein musikalisches Ständchen kredenzt. Von Liedern wie „Biene Maja“ bis zum „Steigermarsch“ durften die Erbstromtal-Musikanten die Wünsche erfüllen.

Feierlaune bei Bier und Blasmusik herrschte auch beim sonntäglichen Frühschoppen. Der Menschenschlag hinter der Gollert zeigte wieder, wie ein Ort zusammenhält und gemeinsam feiern kann – der gut gefüllte Saal ist Beweis genug. Selbst das alte Kirmesspektakel, das traditionelle Hahnenschlagen auf der Wiese hinter dem Saal wird in Etterwinden lebendig gehalten. Der Kirmesjüngste Björn Stauch musste mit verbundenen Augen mittels Dreschflegel einen eingegrabenen Topf treffen. Nach hörbarem Aufschlagen stürmten mehrere junge Männer zu diesem Topf und versuchten, den darunter befindenden Gummihahn an sich zu bringen. Sieger wurde wieder mal Nick Roggenbuck und sicherte sich das Fass Bier als Belohnung.

Für die Etterwindener, als auch für die Erbstromtal-Musikanten waren es wieder drei tolle Tage. Mittlerweile besteht zwischen der Kirmesgesellschaft und den Musikanten ein sehr freundschaftliches Verhältnis. So wird schon mehrere Jahre ein zusätzliches Weihnachtskonzert in Etterwinden veranstaltet und die Kirmesgesellschaft unterstützt den Ruhlaer Verein mit der Bewirtung bei dessen Konzerten im Kulturhaus Ruhla.

Text/Fotos: tk​

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