Im Rahmen einer Seminarfacharbeit haben die Schüler der 11. Klasse des Ernst Abbe-Gymnasiums Theo Bonsack aus Kittelsthal, Raphael Schremmer und Richard Grau aus Eisenach einen speziellen Prototyp eines Roboters namens M.A.D.A.M. (Modular Autonomous Data Acquisition Machine) gebaut.

Beim Thüringer Regionalwettbewerb in Schmalkalden erreichten sie den 1. Platz und erhielten den Team-Award. Beim Deutschlandfinale der World Robot Olympiade in Trier setzten sie sich mit dem 4. Platz durch und qualifizierten sich damit für die Open Championchips Europa in Kroatien.

Alle Roboter-Teile wurden vom Team Import RTR, wie sich die drei Schüler im Team nennen, selbst konstruiert. Sie haben zudem einen eigenen Schaltplan entworfen, alles verkabelt und die Programmierung umgesetzt. Dieser Roboter kann es unter anderem Archäologen ermöglichen, Orte zu erkunden, welche schlecht oder gar nicht erreichbar sind. Dort kann er Sensordaten über die Umwelt, beispielsweise zum Luftdruck, der Lufttemperatur oder der Luftfeuchtigkeit sammeln und ein Kamerabild übertragen. Um bestimmte Objekte bergen zu können, haben die Schüler einen Greifarm angebracht. Ein sogenanntes Lidar, eine laserbasierte Technologie, scannt die entsprechende Umgebung in einem Radius bis zu 30 Metern und erstellt eine 3D-Karte dieses benannten Raumes. Der Roboter wird ferngesteuert, kann Gefahren wie Wände erkennen und damit noch vor einem Aufprall eigenständig anhalten. Er besitzt ein modulares Fahrwerk, was einen schnellen Wechsel der Räder, z.B. auf Ketten, möglich macht.

Unterstützt wurde das Dreier-Team von der Firma Krumbein rationell GmbH & Co. KG, der Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen und dem Förderverein des Ernst Abbe-Gymnasiums Eisenach, wofür sie sehr dankbar sind. Besonderen Dank dem WAK-Lab e.V. Eisenach für die Unterstützung in vielen technischen Bereichen. Das WAK-Lab stellt Räume, Werkzeug und Expertise für den kreativen Umgang mit Technik und möchte besonders jungen Menschen eine berufliche Perspektive in der Technik aufzeigen. Projekte junger Menschen werden mit großem Engagement unterstützt.

Die drei Schüler waren bereits gemeinsam mit dem Höhlenführer Jonathan Harjes in der Tropfsteinhöhle Kittelsthal, um dort den ersten 3D-Scan der Schauhöhle durchzuführen, was bei allen Beteiligten große Begeisterung auslöste.
Da das Projekt den finanziellen Rahmen übersteigt, soll ein Teilsponsoring finanzielle Unterstützung bieten, um die Kosten für Anreise und Startgeld zum Europafinale decken zu können. Wer gerne unterstützen möchte, kann sich unter import.rtr@gmx.de melden.

Text: aki/rz | Fotos: privat​

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