In dieser Ausgabe der historischen Reihe: Der Kleinbetrieb „ALBÖ“ zwischen Knaudtstraße und Dornsengasse

Während zwischen 1994 und 1996 im Ruhlaer Stadtgebiet der Abriss der Großbetriebe viel Aufsehen erregte, verschwand ein Kleinbetrieb zwischen Knaudtstraße und Dornsengasse fast unbemerkt. Im Jahre 1864 gründete hier Albert Christian Böttinger in seinem Wohnhaus Dornsengasse 36 eine Metallwarenfabrik mit dem Markenzeichen „ALBÖ“. Zur Vergrößerung der Gewerbefläche mit neuem Wohnhaus diente später das Nachbargrundstück Dornsengasse 42. Die anfängliche Herstellung von Metallgarnituren für das Tabakpfeifengewerbe wurde nach 1924 Schritt für Schritt auf Radio-Zubehörteile wie Bananenstecker, Antennenschalter und Blitzschutzautomaten erweitert. Eine eigene Galvanik konnte diverse Metallteile veredeln. Nach und nach kamen Uhren-Zulieferteile zur Produktpalette dazu. Das zu Anfang der DDR-Zeiten noch privat geführte Unternehmen wurde schlussendlich 1972 zwangsverstaatlicht und an den VEB FER angeschlossen. Daraus resultierende Zulieferaufträge bediente man bis 1990. Einige Jahre später wurde auch diese kleine Fabrik in die Abrissplanung aufgenommen.

Text: aki/rz, tk

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