Kirmesbeginn am vergangenen Freitagabend vor der Etterwindener Kirche.
Etterwinden feierte tolles Kirmeswochenende
Wenn die Kirmesgesellschaft die bunten Bänder richtet und die Musik durch den Ort schallt, dann weiß jeder: In Etterwinden wird wieder traditionell gefeiert! Vom 18. bis 20.09.2026 wurde erneut herzlich zur alljährlichen Kirmes eingeladen. Das abwechslungsreiche Festwochenende zeigte einmal mehr, wie stark der Zusammenhalt und die Lebensfreude in der Region verankert sind.
Der Startschuss für das Kirmeswochenende fiel am Freitagabend, als die Erbstromtal-Musikanten aus Ruhla den gesamten Ort während des Kirmesumzuges, der an der Kirche endete, beschallten. Es folgte die Kirmesandacht und der Kirmeswalzer auf dem Dorfplatz, womit die jährliche Kirchweih offiziell eröffnet war. Abends dann stimmungsvoller Tanzabend im festlich geschmückten Gemeindesaal mit der Partyband „Glücklich“.
Beste Stimmung beim Frühschoppen mit den Erbstromtal-Musikanten am Kirmessonntag im Gemeindesaal von Etterwinden.
Fürs Ausschlafen blieb am Samstagmorgen keine Zeit. Während die Mädels den Festsaal für den Abend auf Vordermann brachten, starteten die Burschen ihre traditionelle Runde durch das Dorf. Von Haus zu Haus ziehend, begrüßten sie jeden Anwohner mit einem humorvollen, auf Beruf oder Hobbys abgestimmten Spruch. Nach einem kräftigen Tusch der Musiker gab es für alle einen kleinen „Muntermacher“ ins Glas – und als Dankeschön durfte sich jeder Anwohner sein ganz persönliches Lieblingslied wünschen. Bei schönem Frühherbstwetter zog sich diese Tradition bis in die späten Abendstunden. Pünktlich zur Dämmerung gings in den Saal – dort feierten alle zu den Disco-Beats von DJ L.U.T. bis tief in die Nacht.
Spätestens am Kirmessonntag kommt in Etterwinden die Gemeinschaft aus Dorf und Nachbarorten zusammen: Der Frühschoppen bewies damit einmal mehr, dass dieses Fest ein generationenübergreifendes in der Gemeinde Moorgrund ist. Bei den traditionellen Klängen der Erbstromtal-Musikanten, frisch gezapftem Bier und einem deftigen Mittagessen mit Gulasch und Thüringer Klößen genossen die zahlreichen Gäste gesellige Stunden fernab des Alltags. Der Nachmittag stand ganz im Zeichen des sportlichen Ehrgeizes, als die mutigsten Männer der Region beim traditionellen „Hahnenschlagen“ ihr Geschick demonstrierten. Am Ende setzte sich ein bekanntes Gesicht durch: Lokalmatador Nick Roggenbuck sicherte sich erneut den begehrten Sieg. Es folgte die Kinderkirmes am Nachmittag, musikalisch und in spaßiger Weise umrahmt von Olaf Schitteck. Zum krönenden Abschluss verwandelte sich der Festsaal am Abend in eine bunte Kulisse für die Lumpenkirmes. In fantasievollen und abgefahrenen Outfits feierten die Besucher ausgelassen, bis die Kirchweih 2026 schließlich unter großem Wehmut feierlich „zu Grabe getragen“ wurde.
Dank des unermüdlichen Einsatzes der Kirmesgesellschaft, der örtlichen und befreundeten Vereine, den zahlreichen Helfern vor und hinter den Kulissen, war das Festwochenende ein voller Erfolg, das den Zusammenhalt im Ort einmal mehr gestärkt hat.
Text: aki/rz | Fotos: tk
—
Sichern Sie sich Ihr Abo und seien Sie immer informiert, was in unserer Heimat passiert.
Bestellung unter www.ruhlaer-zeitung.de/abo oder 03 69 29 / 15 91 – 00.

